White-Box-Test: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 7. April 2026, 07:17 Uhr
Der White-Box-Test ist ein dynamisches Testverfahren, bei dem der Tester die interne Struktur und den Quellcode des Programms kennt. Im Gegensatz zum Black-Box-Test wird hier gezielt überprüft, ob alle Codepfade, Verzweigungen und internen Abläufe korrekt funktionieren.
Merkmale
- Tester kennt den Quellcode
- Fokus auf Programmstruktur und Logik
- Ziel: maximale Abdeckung interner Wege (Code Coverage)
- sehr gut für Unit-Tests geeignet
Was wird getestet?
- Wird jede Zeile Code mindestens einmal ausgeführt?
- Sind alle Verzweigungen korrekt implementiert?
- Funktionieren Schleifen, Bedingungen und Ausnahmen richtig?
- Gibt es toten Code (unerreichbare Bereiche)?
Typische Methoden
- Anweisungsüberdeckung – jede Anweisung wird ausgeführt
- Zweigüberdeckung – alle möglichen „Wege“ durch If/Else
- Pfadüberdeckung – alle vollständigen Kombinationen von Pfaden
- Schleifen- und Bedingungstests
Vorteile
- sehr hohe Testtiefe
- entdeckt Fehler in der Logik und internen Struktur
- gute Grundlage für robuste Unit-Tests
- deckt auch versteckte oder seltene Codepfade auf
Nachteile
- erfordert Programmierkenntnisse
- zeitaufwendig bei großen Systemen
- testet nicht die funktionalen Anforderungen aus Benutzersicht
- kann blind für fehlende Funktionen sein (wenn etwas gar nicht implementiert wurde)
Kurzmerksatz
White-Box-Test bedeutet Testen mit Blick in den Code. Ideal für Logik-, Struktur- und Pfadprüfungen.
