Relationales Datenmodell
Das relationale Datenmodell ist das grundlegende Modell moderner relationaler Datenbanken. Es beschreibt, wie Daten in Tabellen (Relationen) organisiert, gespeichert und miteinander verknüpft werden.
Das relationale Modell ist die Umsetzung der ER-Modellierung in eine technisch speicherbare Form.
Grundidee des relationalen Modells
Daten werden in Tabellen gespeichert, die aus:
- Zeilen (Datensätze / Tupel)
- Spalten (Attribute)
bestehen.
Jede Tabelle beschreibt eine Entität der realen Welt.
Tabellen (Relationen)
Eine Tabelle repräsentiert eine Entität aus dem ER-Modell.
Beispiel: Tabelle Kunde

Beispiel: Tabelle Bestellung

Primärschlüssel (Primary Key)
Der Primärschlüssel identifiziert jeden Datensatz einer Tabelle eindeutig.
Eigenschaften:
- eindeutig
- nicht NULL
- unveränderlich
Beispiel:
- kundennr
- bestellnr
- produktnr
Fremdschlüssel (Foreign Key)
Ein Fremdschlüssel stellt die Verbindung zwischen zwei Tabellen her. Er verweist auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle.
Beispiel:
- kundennr in der Tabelle Bestellung verweist auf Kunde
Beziehungen im relationalen Modell
Beziehungen werden nicht nur grafisch dargestellt, sondern über Fremdschlüssel realisiert.
1 : n-Beziehung
Ein Datensatz der ersten Tabelle ist mit mehreren Datensätzen der zweiten Tabelle verbunden.
Regel: Der Primärschlüssel der 1-er Seite wird Fremdschlüssel auf der n-er Seite.
Beispiel:
- Ein Kunde → viele Bestellungen
Grafische Darstellung:

n : m-Beziehung
n : m-Beziehungen werden durch eine Zwischentabelle aufgelöst.
Beispiel:
- Bestellung – Produkt (Eine Bestellung kann mehrere Produkte enthalten, und ein Produkt kann in mehreren Bestellungen enthalten sein.)
zwischen Bestellung und Produkt besteht eine m : n Beziehung:
- Eine n : m-Beziehung ist im relationalen Modell nicht direkt darstellbar und wird technisch über eine Zwischentabelle abgebildet.

Diese Beziehung muss mit Hilfe einer Zwischentabelle aufgelöst werden:
- Eine Zwischentabelle wird erstellt.
- Die ursprüngliche m : n-Beziehung wird dadurch in zwei 1 : n-Beziehungen aufgeteilt.
- Das n liegt dabei immer auf der Seite der Zwischentabelle.
- Die Primärschlüssel (PK) der beiden ursprünglichen Tabellen werden als Fremdschlüssel (FK) in der Zwischentabelle gespeichert.
- Es gilt weiterhin die Grundregel: Der Primärschlüssel der 1-er Seite wird Fremdschlüssel auf der n-er Seite.

Vorteile des relationalen Modells
- klare Struktur
- einfache Abfragen mit SQL
- hohe Datenkonsistenz
- weit verbreiteter Standard
Vom ER-Modell zum relationalen Modell
- Entität → Tabelle
- Attribut → Spalte
- Primärschlüssel → eindeutige Identifikation
- Beziehung → Fremdschlüssel
- n:m → zusätzliche Zwischentabelle
Merksatz
Im relationalen Modell werden Daten in Tabellen gespeichert und Beziehungen über Primär- und Fremdschlüssel realisiert.
