CPU-interne Bussysteme

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Innerhalb einer CPU werden verschiedene Bussysteme genutzt, um Daten, Adressen und Steuersignale zwischen den internen Einheiten auszutauschen. Diese Busse verbinden Rechenwerk, Register, Cache, Steuerwerk und weitere Funktionseinheiten.

Arten von CPU-internen Bussen

Datenbus

Über den Datenbus werden tatsächliche Daten transportiert – z. B. Operanden, Zwischenergebnisse oder geladene Speicherwerte. Er ist typischerweise 32-, 64- oder breiter (intern oft noch mehr Bits).

Adressbus

Der Adressbus überträgt Speicheradressen, mit denen die CPU festlegt, welchen Speicherbereich oder welches I/O-Gerät angesprochen werden soll. Seine Breite bestimmt den maximal adressierbaren Speicher (z. B. 32 Bit → 4 GB, 64 Bit → theoretisch 16 Exabyte).

teuerbus (Control Bus)

Der Steuerbus überträgt Kontrollsignale, die den Ablauf von Befehlen steuern – z. B.:

  • Lesen/Schreiben
  • Interrupt-Signale
  • Synchronisation
  • Pipeline-Steuerung

Front-Side-Bus (historisch)

Ältere Systeme nutzten einen FSB zwischen CPU und Chipsatz. Moderne CPUs haben diesen durch schnellere Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ersetzt.

Interne Punkt-zu-Punkt-Verbindungen

Moderne Mehrkernprozessoren nutzen interne Hochgeschwindigkeitsverbindungen, z. B.:

  • Intel QPI (QuickPath Interconnect)
  • AMD Infinity Fabric
  • Ringbus / Mesh-Netzwerke zur Verbindung der CPU-Kerne, Caches und I/O-Einheiten

Diese ersetzen klassische Bus-Systeme und ermöglichen parallelen Datenaustausch ohne Engpässe.

Kurzmerksatz

Innerhalb der CPU übernehmen Daten-, Adress- und Steuerbus grundlegende Aufgaben, während moderne Mehrkernprozessoren zusätzlich Hochgeschwindigkeitsverbindungen wie Ringbus oder Infinity Fabric nutzen.