Pseudocode: Unterschied zwischen den Versionen

Aus FI-Wiki
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
== Pseudocode ==
Pseudocode ist eine vereinfachte, sprachunabhängige Beschreibung eines Programms oder Algorithmus.   
Pseudocode ist eine vereinfachte, sprachunabhängige Beschreibung eines Programms oder Algorithmus.   
Er dient dazu, die Logik verständlich darzustellen, ohne Syntaxregeln einer echten Programmiersprache.
Er dient dazu, die Logik verständlich darzustellen, ohne Syntaxregeln einer echten Programmiersprache.
Zeile 10: Zeile 8:
* Syntaxfehler zu vermeiden (weil keine Syntax nötig ist)
* Syntaxfehler zu vermeiden (weil keine Syntax nötig ist)


=== Eigenschaften von Pseudocode ===
== Eigenschaften von Pseudocode ==
* leicht verständlich   
* leicht verständlich   
* nicht an eine Programmiersprache gebunden   
* nicht an eine Programmiersprache gebunden   
Zeile 17: Zeile 15:
* wird nicht kompiliert oder ausgeführt
* wird nicht kompiliert oder ausgeführt


=== Grundelemente des Pseudocodes ===
== Grundelemente des Pseudocodes ==


==== Variablen ====
=== Variablen ===
<pre>
<pre>
setze x auf 5
setze x auf 5
Zeile 25: Zeile 23:
</pre>
</pre>


==== Ausgabe ====
=== Ausgabe ===
<pre>
<pre>
gib "Hallo Welt" aus
gib "Hallo Welt" aus
</pre>
</pre>


==== Eingabe ====
=== Eingabe ===
<pre>
<pre>
lies zahl ein
lies zahl ein
</pre>
</pre>


==== Verzweigungen (if/else) ====
=== Verzweigungen (if/else) ===
<pre>
<pre>
wenn zahl > 10 dann
wenn zahl > 10 dann
Zeile 43: Zeile 41:
</pre>
</pre>


==== Schleifen ====
=== Schleifen ===
<pre>
<pre>
für i von 1 bis 5
für i von 1 bis 5
Zeile 54: Zeile 52:
</pre>
</pre>


==== Funktionen / Methoden ====
=== Funktionen / Methoden ===
<pre>
<pre>
funktion addiere(a, b)
funktion addiere(a, b)

Version vom 12. Januar 2026, 13:22 Uhr

Pseudocode ist eine vereinfachte, sprachunabhängige Beschreibung eines Programms oder Algorithmus. Er dient dazu, die Logik verständlich darzustellen, ohne Syntaxregeln einer echten Programmiersprache.

Pseudocode wird genutzt, um:

  • Programmabläufe zu planen
  • Probleme zu strukturieren
  • Lösungen zu erklären
  • Syntaxfehler zu vermeiden (weil keine Syntax nötig ist)

Eigenschaften von Pseudocode

  • leicht verständlich
  • nicht an eine Programmiersprache gebunden
  • logisch statt formal
  • von Menschen lesbar, nicht von Computern
  • wird nicht kompiliert oder ausgeführt

Grundelemente des Pseudocodes

Variablen

setze x auf 5
setze name auf "Anna"

Ausgabe

gib "Hallo Welt" aus

Eingabe

lies zahl ein

Verzweigungen (if/else)

wenn zahl > 10 dann
    gib "größer als 10" aus
sonst
    gib "10 oder kleiner" aus

Schleifen

für i von 1 bis 5
    gib i aus
solange x < 10
    erhöhe x um 1

Funktionen / Methoden

funktion addiere(a, b)
    rückgabe a + b

Beispielprogramm in Pseudocode

Ziel: Zwei Zahlen einlesen und die Summe ausgeben.

lies zahl1 ein
lies zahl2 ein

setze summe auf zahl1 + zahl2

gib "Die Summe ist:" aus
gib summe aus

C-Notation im Pseudocode

Die C-Notation beschreibt Pseudocode in einer Schreibweise, die sich an der Syntax von C, C++, Java und ähnlichen Programmiersprachen orientiert. Sie ist strenger und näher an echter Programmierung als klassischer Pseudocode.

Beispiel: Grundelemente in C-Notation

Variablen

int x = 5;
string name = "Anna";

Ausgabe

print("Hallo Welt");

Eingabe

read(zahl);

Verzweigungen

if (zahl > 10) {
    print("größer als 10");
} else {
    print("10 oder kleiner");
}

Schleifen

for (int i = 1; i <= 5; i++) {
    print(i);
}
while (x < 10) {
    x = x + 1;
}

Funktionen

int addiere(int a, int b) {
    return a + b;
}

Beispielprogramm in C-Notation

Ziel: Zwei Zahlen einlesen und die Summe ausgeben.

read(zahl1);
read(zahl2);

int summe = zahl1 + zahl2;

print("Die Summe ist:");
print(summe);

Pascal-artiger Pseudocode

Pascal-artiger Pseudocode orientiert sich an der klaren, strukturierten Schreibweise der Programmiersprache Pascal. Er ist besonders übersichtlich, da Blöcke häufig durch Schlüsselwörter wie begin und end markiert werden. Diese Form wird oft in Lehrbüchern und Prüfungen verwendet.

Beispiel: Grundelemente in Pascal-Notation

Variablen

var x : integer;
var name : string;

x := 5;
name := "Anna";

Ausgabe

writeln("Hallo Welt");

Eingabe

readln(zahl);

Verzweigungen

if zahl > 10 then
begin
    writeln("größer als 10");
end
else
begin
    writeln("10 oder kleiner");
end;

Schleifen

for i := 1 to 5 do
begin
    writeln(i);
end;
while x < 10 do
begin
    x := x + 1;
end;

Funktionen

function addiere(a, b : integer) : integer;
begin
    addiere := a + b;
end;

Beispielprogramm in Pascal-Notation

Ziel: Zwei Zahlen einlesen und die Summe ausgeben.

readln(zahl1);
readln(zahl2);

summe := zahl1 + zahl2;

writeln("Die Summe ist:");
writeln(summe);


Vorteile von Pseudocode

Vorteil Beschreibung
einfach zu verstehen keine Syntaxregeln, jeder kann ihn lesen
gute Planungsbasis Logik wird sichtbar, bevor man Code schreibt
hilfreich beim Debugging Logikfehler können früh erkannt werden

Kurz gesagt

  • Pseudocode beschreibt Abläufe klar und sprachunabhängig.
  • Er wird nicht ausgeführt, sondern dient zum Denken und Planen.
  • Perfekt für Unterricht, Planung und Problemlösung.